Auch Steven Jobs greift mal ins Klo.

Das iPad.jpg

Warum löst ein Gerät wie das iPad eigentlich so einen Hype aus? Das vergrößerte iPhone hat keine Schnittstellen, mit denen man etwas anfangen könnte – kein USB, kein HDMI, keinen Speicherkartenslot.

Es kommt mit einem Speicherangebot auf den Markt, mit dem es eher in direkter Konkurrenz zu Wegwerf-MP3-Playern aus dem Baumarkt steht – für 499 US$ gibt es magere 16 GB, für immer noch magere 64 GB verlangt Apple stolze 200 US$ Aufpreis.

Auch ansonsten ist das Gerät eher spartanisch – keine Kamera, kein OLED-Bildschirm, ein antiquiertes 4:3-Bildschirmformat, keine Unterstützung von Adobes Flash-Format und noch nicht einmal multitaskingfähig.

Durch die einfache und intuitive Bedienung wäre die digitale Schiefertafel daher wohl am ehesten etwas für "Low-Profile-User", denen echte Computer zu kompliziert und Smartphones zu klein sind.

Für erfahrene Computernutzer sitzt das iPad zwischen den Stühlen. Als Ersatz für das Smartphone taugt es nicht, da es zu groß ist und man mit ihm nicht telefonieren kann.

Als Ersatz für das Net- oder Notebook taugt es nicht, da man mit ihm nicht arbeiten kann und die allermeisten Programme nicht auf dem iPad laufen.

Diese vermeintliche Schwäche ist jedoch die eigentliche Stärke des Gerätes, da umgekehrt iPad-Programme auch nicht auf normalen Computern laufen und die Contentanbieter dadurch ihre Vertriebswege kontrollieren können.

Wer auf dem iPhone oder dem iPod Touch ein Programm installieren will, der muss dies über Apples Onlinemarktplatz iTunes Store tun, will er sich nicht strafbar machen. Das iPhone kann beispielsweise nicht in Betrieb genommen werden, wenn man sich nicht mit einem Account im iTunes Store registriert – dafür sind eine Kreditkarte oder ein Gutschein nötig, was nebenbei auch die Einstiegshürde für die Nutzung kostenpflichtiger Angebote deutlich senkt.

Apple ist der Gatekeeper, nur wer an Apple zahlt und Apples Einwilligung hat, darf Software für die Endgeräte anbieten. Was für den Nutzer ein gewaltiger Nachteil ist, ist für den Anbieter von Software und die meisten Content-Lieferanten jedoch ein gewaltiger Vorteil.

Trotz des Wegezolls für Apple hat der Anbieter so die Kontrolle über den Vertrieb seiner Inhalte. Für Otto Normalverbraucher ist es nämlich unmöglich, Apples Vertriebsmonopol für Software zu umgehen.

Von Frank Benedikt.

Quelle: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/

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Bild von Match

Lösung?

Hm, fehlt eigentlich nur der Bügel hinten zum ausklappen...
Dann könnte man dasTeil wenigstens als digitalen Bilderrahmen verwenden.

Bild von Zooot

Sony Werbekampagne paßt gut für den iPad.

Vielen Dank Match für den lässigen Link.

Zooot.

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