Finanzmarkt-Stabilisierungsmaßnahmen betragen ein Drittel der Gesamt-Wirtschaftsleistung aller EU-Staaten.
Die Rettungspakete einzelner Staaten sind noch erheblich größer; im Falle von Dänemark oder Irland betragen sie weit über 200 % des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes - für die betroffenen Länder und ihre Haushalte eine enorme Belastung.
Deshalb stellt sich die Frage, wann und wie die Staaten ihre Stabilisierungsbemühungen zurückführen können, damit ihre Haushalte nicht auf Dauer überfordert werden. Auch in Deutschland kommt die Politik deshalb nicht umhin, Exit-Strategien zu entwickeln, um zu gegebener Zeit handlungsfähig zu sein.
Anfang Oktober 2009, knapp ein Jahr nach dem In-Kraft-Treten des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes, betrug das Antragsvolumen auf Stabilisierungshilfen des SoFFin 232,9 Mrd €. Das Volumen unterzeichneter Verträge für Stabilisierungshilfen belief sich auf rund 155,6 Mrd €, wovon 127,7 Mrd € auf die Gewährung von Garantien, 21,9 Mrd € auf die Vergabe von Eigenkapital und 5,9 Mrd € auf Risikoübernahmen entfielen. Als Zeichen einer Entspannung auf den Finanzmärkten kann gewertet werden, dass nicht in Anspruch genommene Garantien zum Teil bereits wieder an den SoFFin zurückgegeben wurden.
Quelle: http://www.bankenverband.de/html/defacto/ausgabe-05/finanzmarktstabilisi...



Es geht weiter!
Der Finanzierungsbedarf der Bankenbranche wird in den nächsten Jahren weltweit drastisch steigen, warnt die Ratingagentur Moody’s. Weltweit sind Kreditinstitute so kurzfristig finanziert wie zuletzt vor 30 Jahren, warnt die Ratingagentur Moody’s. In den vergangenen Jahren haben sich Banken immer kurzfristiger verschuldet. In den vergangenen fünf Jahren ist die durchschnittliche Laufzeit neu aufgenommener Bankschulden von 7,2 auf 4,7 Jahre geschrumpft. Dadurch türmt sich in den kommenden Jahren weltweit ein großer Berg fällig werdender Forderungen auf.
Bis 2012 müssen Banken Schulden in Höhe von sieben Billionen Dollar zurückzahlen. Bis 2015 werden sogar 15 Billionen Dollar fällig. Diesen Betrag müssen Banken entweder durch frisches Fremdkapital ersetzen oder sie müssen entsprechend ihr Geschäft reduzieren.
Auch den internationalen Währungsfonds beunruhigt das Schuldenprofil der Finanzbranche: “Banken stehen in den nächsten zwei Jahren einer “Fälligkeits-Mauer” gegenüber, die ein beträchtliches Umschuldungsrisiko darstellt”, heißt es im IWF-Finanzstabilitätsbericht von Oktober.
Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/_b=2481872,_p=5,_t=ftprint,doc_p...
Eine am 5. November in Brüssel präsentierte Studie des NGO-Netzwerks ALTER-EU zeigt nach einer Mitteilung von Attac detailliert, wie Finanzlobbyisten in der Europäischen Union Gesetze mitgestalten.
Danach kommt die große Mehrheit der Berater der Europäischen Kommission im Finanzbereich aus jenen Banken und Unternehmen, die für die Finanzkrise mitverantwortlich sind.
Die Studie “Die Kommission der Konzerne - die Rolle der Finanzindustrie bei der EU-Gesetzgebung” belegt laut Attac, dass die Kommission sich vor, während und selbst nach der Finanzkrise fast ausschließlich von Finanzlobbyisten beraten ließ: „Die 19 Expertengruppen für Finanzpolitik werden von Vertretern der Finanzindustrie dominiert. Sie machen die Vorschläge zur Regulierung von Banken, Hedge Fonds und Steueroasen, zu Rating Agenturen und Bilanzierungsvorschriften. Ihre Anzahl übertrifft zahlenmäßig sogar jene der europäischen Beamten in diesem Bereich. Wissenschaftler, Verbraucherverbände und Gewerkschaften sind hingegen deutlich unterrepräsentiert.“
Quelle: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14450&css=print
David Tepper wettete auf Bankaktien, als alle anderen die Papiere wie Sondermüll behandelten. Der Lohn: Sein Hedgefonds machte in diesem Jahr laut “Wall Street Journal” sieben Milliarden Dollar Plus. Der Finanzjongleur selbst könnte davon mehr als 2,5 Milliarden Dollar bekommen.
Weil die Märkte seit dem Frühjahr deutlich stiegen, hat sich die Wette mehr als ausgezahlt: Teppers Firma Appaloosa Management verdiente in diesem Jahr nach einem Bericht des “Wall Street Journals” (”WSJ”) rund sieben Milliarden Dollar - der Manager selbst könnte davon mehr als 2,5 Milliarden Dollar bekommen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,668318,00.html
Daran, dass der Steuerzahler für die Banken gerade steht, hat dieser Spekulant 7 Milliarden gewonnen. Daran mag man erkennen, wozu die Bankenrettungsschirme gut waren.
1,5 Billionen Euro haben die großen Zentralbanken seit Beginn der Finanzkrise den privaten Banken als Nothilfe geliehen. Jetzt, 480 Tage später, wirft das eine simple Frage auf.
Was ist mit dem Geld passiert?
Hat das Geld neue Arbeitsplätze geschaffen? Hat es ruinierte Privatanleger gerettet? Wem hat es geholfen?
Die Banken und Investmentfonds dieser Welt kaufen seit Monaten Öl, obwohl sie kein Benzin produzieren. Aber der Ölpreis ist heute fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Sie kaufen Gold, obwohl sie keinen Schmuck herstellen. Aber der Goldpreis ist um 30 Prozent gestiegen. Sie kaufen sogar Zucker und gefrorenes Orangensaftkonzentrat, obwohl sie keine Limonade machen. Aber der Zuckerpreis ist um 130 Prozent gestiegen und der Preis für Orangensaftkonzentrat um 80 Prozent.
Die Banken und Investmentfonds kaufen einen Rohstoff, weil sie glauben, dass sein Preis weiter steigt und sie ihn in ein paar Monaten mit Gewinn verkaufen können. Genauso wie sie brasilianische und chinesische Immobilien kaufen und indonesische und russische Aktien. Sie kaufen all das, weil sie Geld übrig haben. Viel Geld.
So kommt es, dass sich das neue Geld nicht in neue Produkte verwandelte, wie EZB-Direktor Lorenzo Bini Smaghi hoffte. Sondern in höhere Preise.
Das Geld der Zentralbanken hat dazu geführt, dass Rohstoffe, Aktien und Immobilien teurer wurden. Es ist jenen zugutegekommen, denen die Aktien und die Häuser gehören.
Quelle: http://www.zeit.de/2010/03/DOS-Wo-das-Geld-geblieben-ist?page=1
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber egal von welcher Seite man es betrachtet, kommt man immer wieder zu dem Schluss, dass dieses ganze Banker-Pack sofort aufgehängt gehört. Statt der Wirtschaft zu helfen, verteuern sie alles und machen alles noch schlimmer. Und das mit schlussendlich mit unseren Steuergeldern!
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