Kriege, die nie gewonnen werden können.
William R. Polk hat ein großes Werk über die Fremdherrschaft geschrieben und warum sie sich militärisch nicht verteidigen lässt.
Seit der Gründung der Vereinigten Staaten sind amerikanische Streitkräfte mehr als 200mal zu Kämpfen ins Ausland geschickt worden. Allein in jüngerer Zeit haben sie 16mal versucht, einen Staat aufzubauen, einen Regimewechsel zu erreichen oder das Überleben eines Regimes zu sichern.
Doch nach einer Studie der Carnegie-Stiftung waren elf dieser Versuche "glatte Fehlschläge". Nur zwei, Deutschland und Japan, können als Erfolg gewertet werden, während zwei andere, Grenada und Panama, lediglich als "wahrscheinlich erfolgreich" gelten.
Das Handbuch von General Petraeus stellt nicht zu Unrecht fest, dass die "politische Macht die zentrale Frage bei Aufständen und ihrer Bekämpfung ist; jede Seite will die Menschen dazu bringen, ihre Regierungstätigkeit oder Autorität als legitim anzuerkennen".
Auch hier fragt Polk beinahe schon rhetorisch, ob dies ein für eine fremde Macht erreichbares Ziel sei. In der Geschichte hat er ein solches Beispiel vergebens gesucht: Selbst wenn die fremde Macht einen einheimischen Verbündeten wie im Fall Vietnam hatte, wurde dieser durch seine Verbindung mit der fremden Macht diskreditiert und jene keineswegs von den Einheimischen legitimiert.
Im Gegenteil: Sowohl die Fremden wie auch ihre einheimischen Verbündeten werden in der Regel als Kräfte betrachtet, die einen zerstörerischen Einfluss auf die nationalen Belange und die Kultur des jeweiligen Landes ausüben. Selbst gutgemeinte Programme scheitern oftmals am einheimischen Nationalismus.
Quelle: http://sz-shop.sueddeutsche.de/mediathek/shop/Produktdetails/Buch+Aufsta...



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