Links, rechts? Scheißegal!

Paul
Zooot Fanatiker
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Manchmal werde ich gefragt, ob ich links bin. Ich pflege dann zu antworten, dass ich vielleicht mal nach links oder nach rechts abbiege, aber mich ganz sicherlich nicht als Richtungsbezeichnung oder gar richtungweisend sehe.

In vielen Diskussionen denen man heutzutage gerade in den sogenannten "Leitmedien" folgen kann, wird zunehmend nur noch über Etiketten und nicht über Inhalte schwadroniert.

Ehrlich gesagt, ist es mir vollkommen Latte ob ein Gedanke dem linken oder dem rechten Spektrum zugeordnet werden kann. Das tut nichts zu Sache. Nur weil einige meist engstirnig

Wichtig ist, ob der Gedanke oder die Idee in der Lage ist ein Problem zu lösen oder nicht. Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus? Ich habe mir bereits vor vielen Jahren abgewöhnt an irgendwelche "Ismen" zu glauben. Ebenso wie ich keine Länder bereise, die auf die Buchstaben "stan" enden, aber das ist eine andere Geschichte.

"Ismen" haben noch nie ein einziges Problem gelöst, im Gegenteil: die haben nichts als Probleme geschaffen. Warum also ist es verwerflich, den einen oder anderen Gedanken von rechts oder linke oder diesem oder jenem "Ismus" zu entleihen und mit einem anderen, sinnvollen Gedanken zu kombinieren?

Liegt es vielleicht daran, dass die Kleingeister, die sich in den verschiedenen, politischen Schubladen eingenistet haben, inzwischen so etwas wie ein Besitzrecht am Gedankengut ihrer jeweiligen Schublade beanspruchen?

Lachhaft, als ob diese engstirnigen Nachlassverwalter irgendein Recht hätten.

Ich sammle Gedanken, die mich faszinieren. Gedanken, in denen ich eine Lösung sehe, an die ich glauben kann und die mir Mut machen, dass es dort draußen noch Menschen gibt, die nicht ausschließlich mit ihrer eigenen Bestechlichkeit beschäftigt sind (so wie die Pfosten, die uns seit dem Ende der Ära Schmidt regieren).

Interessanter Mann übrigens, hätte Schmidt während der Sturmflut in Hamburg nicht das getan, was er für richtig hielt, sondern das was er hätte tun sollen, wären in Hamburg in den Sechziger Jahren viele Menschen mehr gestorben.

Und was haben wir heute? Eine Generation von bestechlichen, gekauften und meist unterqualifizierten Clowns, die sich Ideologien und nicht Lösungen verschrieben haben.

Und da wir diese Idioten immer wieder wählen, bekommen wir auch nur die Parteilinie und sonst gar nichts.

Im Westen nicht Neues - zum Glück wird allerdings noch nicht scharf geschossen :-)

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